Auf Entzug

Seit 2010 nehme ich durchgehend Antidepressiva. Im Laufe der Zeit verschlechterte sich meine Erkrankung derart, dass ich immer höhre Dosen bzw. immer andere Antidepressiva benötigte.

Zuletzt nahm ich Venlafaxin in einer täglichen Dosis von 225 mg.

Inzwischen habe ich ein anderes Präparat verschrieben bekommen und mache seit Donnerstag nun einen „kalten“ Entzug. Eigentlich sollten Antidepressiva ausgeschlichen werden. Das heißt, dass die Dosis schrittweise verringert wird, bis man irgendwann bei 0 angekommen ist.

Ich habe die Anweisung bekommen, dass ich das Venlafaxin einfach weg lassen soll und statt dessen das neue Medikament nehmen soll.

Bisher hat das auch bei jedem Medikamentenwechsel so hingehauen, ohne irgendwelche Probleme.

Diesmal leider nicht.

Ich reagiere mit:

  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Übelkeit
  • Schwitzen
  • Frieren
  • Erbrechen
  • Bauchkrämpfe
  • Durchfall
  • Konzentrationsstörungen
  • Müdigkeit
  • Alpträumen
  • Selbstmordgedanken
  • Unruhe
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen

Ich hoffe ich bin da bald durch…

Update 1: Nach 6 Tagen Entzug habe ich „nur“ noch Schwindel, Kopfschmerzen, Bauchkrämpfe und Durchfall.

Update 2: Nach 11 Tagen hab ich es endlich hinter mir!

Ich kann jedem nur raten von diesem Medikament die Finger zu lassen.