Am Anfang war das Ende…

… das Ende der Freude an meinen Hobbies. Ich hörte auf zu lesen, zu fotografieren, zu bloggen/podcasten, zu musizieren, malen… etc.

Dinge, die ich immer mit Freude gemacht habe (z.B. Garten, Arbeit etc.) fielen mir auf einmal immer schwerer. Ich reagierte in der Folge genervt, war schnell müde, schaffte meine Arbeit nicht mehr.

Des Nachts quälten mich Alpträume so sehr, dass ich es vermied schlafen zu gehen. Es folgten Angst und Panik schließlich sozialer Rückzug.

Den Beginn kann ich ziemlich genau auf den Sommer 2013 legen.

Seither ist viel passiert.

Mein erster Weg führte mich 2015 zum Arzt, ein anderer in die Tagesklinik/Modellambulanz. Über ein Jahr habe ich nach einem Psychotherapieplatz gesucht.

Mit der Krankenkasse führte ich diverse Telefonate.

Schluss und endlich dachte ich, dass ich nun alles beisammen hätte. Endlich einen Therapieplatz und einen vernünftigen Arzt, der mich ernst nimmt…

Pustekuchen!

Ärzte, die einen ernst nehmen scheinen rar zu sein. Inzwischen bin ich außerhalb Berlins in Behandlung. Mal ganz abgesehen davon, dass ich  1,5 – 2 Stunden fahre (pro Strecke 45-60 Minuten ) um einen 5 Minütigen Termin wahrzunehmen, ist das auch nicht das Wahre.

Heute wurde mir geraten, ich soll mir Erbsen in die Hosentasche stecken. (Im Internet taucht es unter Bohnengeschichte auf.) Den Sinn begreife ich ja. Man soll sich an Kleinigkeiten freuen, auch wenn man denkt alles ist doof. Nichts anderes habe ich mit meiner Liste gemacht.

Täglich 2 Stunden spazieren gehen kann ich mit meinem Sportmops wohl abhaken.

Von der Gesprächsgruppe mit Gebet und Gesang halte ich mich aber schön fern. Ich habe kein gutes Verhältnis zu Gott und das wird sich auch nicht ändern.

Nun heißt es wieder von vorne zu beginnen, wenigstens ein Stück weit.

Wünscht mir Glück…