Wozu eigentlich noch S-Bahn?

Seit Jahresbeginn fährt die S-Bahn mit einem witterungs- und störungsbedingtem Not-Notfahrplan.

Die Berliner Außenbezirke sind so gut wie vom S-Bahnverkehr abgekoppelt, nix geht mehr.

Wohl dem, der in der Berliner Innenstadt wohnt und vergleichsweise einfach auf andere öffentliche Verkehrsmittel umsteigen kann. Da ist es dann ja auch egal, ob man statt 45 Minuten 1,5 Stunden von A nach B braucht. Die BVG wird das Kind – im Gegensatz zur S-Bahn – schon schaukeln. Ging ja zu Mauerzeiten auch. Da bin ich auch mit U-Bahn und Bus dahin gekommen, wo ich hin wollte. Schließlich gab es zu meiner Zeit in Berlin-West nur 3 S-Bahnlinien.

Die Bosse der Bahn müssen ja nicht in die völlig überfüllte S-Bahn quetschen. Die sitzen gemütlich in ihrem Pkw und rollen auf den hoffentlich von Schnee und Eis befreiten Straßen.

Macht einfach alle S-Bahnhöfe für die nächsten Rest-Winter-Wochen dicht. Dann gibts keine Probleme mit eingefrorenen Sandstreueinrichtungen, eingefrorenen Weichen, defekten Türen, defekter Elektronik, etc.

Wenn das Wetter wieder besser ist, dann wirds schon wieder funktionieren, vorausgesetzt es wird nicht zu warm, denn dann funktionieren ja die Klimaanlagen in den Fahrkanzeln nicht mehr und die Elektronik gibt wieder ihren Geist auf.

Ich für meinen Teil habe mich drauf eingestellt sehr viel umständlicher von A nach B zu kommen. Sogar die Busse der BVG sind um einiges pünktlicher als es die S-Bahn in den vergangenen Wochen war. Außerdem bekommt man in Bus und U-Bahn tatsächlich noch nen Sitzplatz, und Luft bekommt man auch.