1. Mai

Das war dann mal wieder der 1. Mai in Berlin.

  • Der Aufmarsch der Neonazis in Prenzlauer Berg wurde erfolgreich und friedlich (nach ca. 800 Metern) durch Gegendemonstrationen boykottiert.
  • Meine Ma hat ihren schmerzenden Zahn beim Biss in die Abendbrot-Stulle verloren (naja, vielleicht gibts doch lieber kein Beweisfoto. Ist evtl. zu eklig für zarte Gemüter),
  • und am Abend gabs die alljährlichen Gemetzel in Kreuzberg/Neukölln zwischen den Autonomen und der Polizei (die laut Presse dieses Jahr halbwegs glimpflich abgegangen sein sollen)

Nachdem ich gestern Früh noch vom kreisenden Hubschrauber geweckt worden bin, ist heute wieder alles still. Es sind weder Rechte noch Linke in Sicht. Niemand will mehr sein eingeschränktes Gedankengut unters Volk bringen.

Die Kinder, die gestern noch auf dem Hof gespielt haben (hätte nicht gedacht, dass die heute noch „Der Plumpssack geht um“ spielen), dürfen wohl heute wieder auf die Straße.

Ich für meinen Teil bin zufrieden dass der gestrige Vormittag hier ziemlich glimpflich abgegangen ist und gehe nun wieder zur Tagesordnung über.  Eines steht jedoch fest, ich habe noch nie so viele Menschen durch meine kleine Seitenstraße gehen sehen. Ich habe mir gestern ganz kurz mal gewünscht, wieder im 4. Stock mit entsprechender Aussicht, auf dem Balkon zu stehen.