Mein Leben als Sardine oder Rinn inne Büchse, raus aus da Büchse

der Wecker klingelt, aufstehen, Bad, frühstücken, Kaffee. Dann los, die 300 m bis zum S-Bahnhof. Warten auf die Bahn. Ziemlich leer, aber hier fahren ja auch einige Linien. Dann aussteigen. Warten auf die nächste Bahn. Laut Anzeige: 3 Min. warten. Feststellen, dass 3 Min. Bahnzeit auf meinem Handy gut doppelt so lang sind. Zug fährt ein – rappelvoll! Noch rein quetschen und gequetscht werden. Brille beschlägt, Luft ist schlecht. Zug fährt an, festhalten nicht nötig, da umfallen nicht mehr möglich. Haltestellen ziehen vorbei, zwischen drin an den Haltestellen Geschubse und Gedrängel, jeder will noch mit.  Irgendjemand riecht sehr streng. Hat mir da einer am Hintern gegrabbelt? Na war wohl nur ein Versehen. Tasche noch zu? Ja, dann ist alles gut. Vorletzte Station. An meiner Haltestelle ankommen, rausdrengeln. Angekommen! Ca. 9 Stunden später geht das Spiel von vorne los.

Das Schlimme ist, dass kein Ende in Sicht ist. So werden wir uns also bis auf Weiteres in die schon übervollen Bahnen quetschen. Verständnis habe ich dafür schon lange nicht mehr. Das kann die berliner S-Bahn auch mit einem Monat Freifahrt nicht wieder gut machen.