Jahresrückblick 2017

Wieder geht ein Jahr zu Ende und auch dieses Jahr bleibt euch mein ganz persönlicher Jahresrückblick nicht erspart.
 Die letzten 365 Tage habe ich mit großen Selbstzweifeln, viel Angst, noch mehr Tränen und großer Verzweiflung verbracht.
Ich hatte:
  •   40 Therapiesitzungen
  • 12 Arztgespräche
  • 3650 Tabletten
  • 1095 Gassigänge
  • zu viele schlechte Tage
  • zu wenige gute Tage
  • meine erste reine Lesebrille
  • diverse Wechseljahrsbeschwerden
  • den Hexenschuss meines Lebens
  • ein supertollen Geburtstag (trotz Regen)

Dass ich noch lebe verdanke ich in erster Linie Familie und Freunden, die mich nach Kräften unterstützt haben und meinen Ärzten/Therapeuten.

Danke, ihr seid alle großartig!Ihr habt in schwierigen Situationen tatkräftig geholfen, habt mich begleitet, Vordrucke ausgefüllt, im Garten geholfen, für mich telefoniert, mit mir geweint, mich in den Arm genommen oder habt einfach nur zugehört.

Ich kann gar nicht sagen womit ich euch verdient habe.

Ich kann nur immer wieder Danke sagen.

Danke, dass es euch gibt.

Ich hab euch lieb!

In diesem Sinne wünsche ich euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2018.

Passt auf euch auf.

Achterbahn

Plötzlich sitzt dein Innenleben mit eingekniffenem Schwanz und hängenden Ohren winselnd unter der Treppe…

So geht es mir gerade.

Die Suizidgedanken sind wieder da. Meine Gedanken kreisen seit zwei Wochen um die Frage: Warum immer ICH?

Im Moment fühle ich mich so scheiße, dass ich gern einschlafen würde und nicht mehr aufwachen möchte.

Auslöser war eine Situation. (Passwort auf Anfrage)

Selten war ich so wütend wie im Moment.

Wir hatten uns so gefreut, dass sich meine Depressionen doch etwas stabilisiert hatten. Meinen Alltag hatte ich vielleicht noch nicht vollständig, aber zumindest halbwegs im Griff.

Und dann PENG! Haut dir wieder einer die Beine weg.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass DIE alle erst glücklich sind, wenn man sich tatsächlich das Leben genommen hat. Zum Glück war es mir das bisher nicht wert.

Vielleicht fang ich zur Bewältigung einfach mal an mit Hundescheiße zu schmeißen…

 

Mein Lebensretter

Am 05.12.2015 bin ich im wahrsten Sinn auf den Hund gekommen.

Naja, eigentlich auf den Mops.

Dieses kleine Knautschgesicht hat mich in den schlimmsten Stunden der letzten Monate davon abgehalten mir das Leben zu nehmen.

Auch wenn die Erziehung nicht leicht war, bereue ich keine Minute. Das Tier hat mir meinen Lebenswillen und meinen Lebensmut wieder gegeben.

Schon die Tatsache, dass man unweigerlich mit anderen Menschen ins Gespräch kommt, wirkt einer Depression entgegen. Egal wie schlecht es mir auch ging, der Mops musste vor die Tür. Zunächst alle 2 Stunden, dann in immer längeren Zeitabständen. Inzwischen hält er bereits 8 Stunden aus.

Er weckt mich, wenn ich Alpträume habe. Er bringt mich zum lachen, wenn mir zum heulen ist. Er ist überall mit von der Partie.

Schorsch ist das Beste was mir je passiert ist.

Endlich auf dem Weg der Besserung

Juhuu! Endlich habe ich wieder das Gefühl, dass es mir besser geht. Die neuen Tabletten helfen. Die Suizidgedanken sind weg, die Alpträume haben nachgelassen, nur mit dem ein- und durchschlafen hab ich es im Moment nicht so.

Und weil ich eh nicht schlafen kann, nähe ich was das Zeug hält. In den letzten Tagen sind ein Kirschkernkissen, ein Sonnenhut und ein Langarmshirt (nicht wirklich tragbar) entstanden. Ein Hundebett für Mops Schorsch ist ebenfalls fertig geworden, aber noch verbesserungswürdig. Er findets aber schon toll.

Mops im Böötchen
Das Böötchen ist nach dem Schnittmuster „Böötchen reloaded“ von http://www.mikamako-shop.de entstanden und bestimmt nicht mein letztes.

Für zusätzliche Projekte habe ich auch noch jede Menge Stoff und Schnittmuster. Mal schauen, was als nächstes dran kommt.

Mit großem Interesse verfolge ich die Reise meiner Arbeitskollegin, die sich einfach mal ein Jahr freigenommen hat um mit Mann und Wohnanhänger die Biege zu machen. Falls Ihr auch Interesse habt, findet Ihr sie im Zweizeitblog.

 

 

 

 

Neue Tabletten, neues Glück?

Seit gut 4 Wochen nehme ich nun die neuen Tabletten und ich muss sagen, es geht mir besser. Endlich scheint mal ein Medikament zu wirken. In der Regel setzt die Wirkung nach ca. zwei Wochen ein. Nach 6 Wochen hat man dann die volle Wirkung.

Im Moment ergänze ich die Wirkung noch mit Beruhigungstropfen. Vor allem zur Nacht.

Alpträume habe ich fast gar keine mehr und auch die Selbstmordgedanken haben deutlich nachgelassen.

Ich bin aktiver und blicke etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Bin gespannt wie es weiter geht.

Für Fragen bin ich gern da. Schreibt mir einfach eine Mail oder hinterlasst einen Kommentar.